Was passiert, wenn man gesellschaftlich in eine Krise schlittert, können wir derzeit beobachten. Starke Solidarität durch notwendige Abstandnahme als auch Hilfsbereitschaft auf der einen Seite, Egoismus respektive Gedankenlosigkeit auf der anderen Seite. Die gegenwärtige Situation wartet mit einigen Paradoxien auf. Aber nicht nur das. Krisen können auch ein Schmiermittel für Kreativität sein. Kreativ zu sein heißt für Unternehmen im Moment, Risiken einzugehen, damit die Wirtschaft nicht komplett zusammenbricht.

Wenn alles schließt, muss man sich als Unternehmen, Kultureinrichtung etc. in die digitalen Räume zurückziehen. Social Media ist das Stichwort. Doch wie können die sozialen Medien in der Krise gekonnt genutzt werden? Die Berliner Philharmoniker beispielsweise übertragen Ihre Konzerte live im Netz. Der US-Elektrofahrzeughersteller Tesla nutzt verstärkt die Kurzvideo-App Douyin für die täglichen Verkaufsveranstaltungen. Auch mehrere Mercedes-Benz-Vertriebshändler nutzen technische Möglichkeiten wie die WeChat-App, um ein einzigartiges Fahrgasterlebnis mittel 360°-Innenansicht zu simulieren. Und selbst der Automobilriese Mercedes selbst ist sich seiner Verantwortung bewusst und ruft unter dem Hashtag #stayhome im Rahmen eines Spots auf Instagram zu „verantwortungsvollem Handeln“ (Mercedes) auf.

In der gegenwärtigen Krisensituation richtig zu präsentieren und zu kommunizieren, ist entscheidend. Mit dem notwendigen Maß an Empathie sagen, was ist und bei alledem ruhig bleiben. Wer es jetzt schafft, die richtigen Zielgruppen anzusprechen, stellt zum einen Kreativität und Flexibilität in Krisenzeiten unter Beweis und zum anderen kann man den Grad an Loyalität der eigenen Community stärken. Der Ausnahmezustand ist eine Chance, um alternative Nutzungsmöglichkeiten auf Dauer zu ritualisieren und an potenzielle Neukunden zu kommen.

Corona ist nicht nur eine Chance für etablierte Marken, sondern auch für jene, die bisher ein Mauerblümchen-Dasein fristen. Das Startup Happypo zum Beispiel hat seit 2018 eine Podusche im Angebot. In Zeiten der Klopapier-Hamsterei bietet es sich an, die finanziellen Ressourcen für eine reichweitenstarke Werbekampagne zu mobilisieren. Dem Durchbruch ganz nah? Abwarten.

Auch wir als Agentur sind gegenwärtig gefordert, wenn es um die Frage geht, was unsere Kunden während der Corona-Krise auf ihren Kanälen posten können. Wir müssen genauestens darauf achten, was Bild als auch Text angeht. Es würde in der derzeitigen Lage nicht gerade von Verantwortung zeugen, zu Formen der geselligen Gemeinsamkeit im analogen Raum aufzurufen. Deshalb haben auch wir uns mit unseren Kunden beraten und nach kreativen Lösungen gesucht, wie wir Social Media am besten nutzen können. Hettich beispielsweise, einer der weltweit führenden Hersteller von Möbelbeschlägen, bildet seine Messeaktivitäten nun fast eins zu eins online ab. So wurden Produktneuheiten und Tools im Rahmen einer digitalen Messe zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Social Media in Corona-Zeiten

Und auch BLOOMY DAYS, die auf Facebook für rosige Aussichten sorgen, berücksichtigen die gesundheitlich angespannte Situation und zeigen, was (eigentlich) selbstverständlich sein sollte: Nämlich gerade jetzt einmal mehr „Danke“ zu sagen. Und zwar vor allem all jenen, die die Infrastruktur am Laufen halten. Homeoffice ist für die meisten da gar nicht möglich.

Social Media in Corona-Zeiten

Doch für diejenigen, die dieses Privileg haben, gibt die IAV auf ihrem Instagram-Kanal, iav_karriere, nützliche Tipps. Tipp 3 lautet „Haltung bewahren“. Hier geht es um die richtige Arm- und Beinstellung. Aber ums „Haltung bewahren“ im übertragenen Sinne geht es gerade auch. Und das kommt insbesondere in solidarischem Miteinander und Kreativität zum Ausdruck.

Social Media in Corona-Zeiten

Und gerade diese Solidarität besteht im Moment nun mal darin, einfach zu Hause zu bleiben, sofern dies möglich ist. Die Mitarbeiter der Stern-Apotheke in Ense bringen es in ihrem Facebook Post kreativ auf den Punkt.

Social Media in Corona-Zeiten

Unser Fazit: Stecken Sie gerade jetzt den Kopf nicht in den Sand, halten Sie Ihre Kommunikation via Social Media aufrecht, verzichten Sie auf übermäßige und unpassende Produktwerbung und suchen Sie nach relevanten Themen mit Mehrwert für ihre Follower und die, die es noch werden sollen. Es wird die Zeit kommen, in der der Alltag zurückkehrt und Sie sind das Unternehmen, das nie weg war und als Gewinner aus der Krise geht.

 

Nutzen auch Sie die Chancen von Social Media in der Corona-Krise und lassen Sie sich von uns beraten, wie Sie gerade jetzt Ihre Community an sich binden oder sogar neue Kunden hinzu gewinnen. Kontaktieren Sie uns!

 

Autor: Tobias Ritterskamp